Krankensalbung

Wir Menschen wollen unbeschwert und glücklich leben. Wir wehren uns gegen alles, was dem entgegen steht. Und doch kommt es manchmal anders. Das Leben besteht nicht nur aus frohen Stunden. Besonders bedroht ist unser Glück, wenn sich Krankheiten einstellen, manchmal sogar lang andauernde oder unheilbare. Dann erfahren wir Hilflosigkeit, Schmerz, Alleinsein. Dann wächst die Sehnsucht, mit dieser Angst und dem Kummer nicht allein zu sein.
Zur Krankenpflege gehörte im Altertum die Anwendung von Salböl. Auch Jesus gab seinen Jüngern den Auftrag, Kranken die Hände aufzulegen und sie zu salben – eine stärkende, wohltuende Handlung, die in den Gemeinden der jungen Kirche von Anfang an praktiziert wurde!

Wenn heute der Priester die Salbung vornimmt, legt er dem kranken Menschen behutsam die Hände auf den Kopf, er zeichnet mit Krankenöl ein kleines Kreuz auf die Stirn und auf beide Hände. Dazu gibt er im Namen Jesu die Zusage, dass die Hilfe, das Erbarmen und die Gnade des Herrn und die Kraft des Heiligen Geistes den kranken Menschen seelisch aufrichten können.
Leider kennen viele dieses Sakrament noch unter der Bezeichnung „Letzte Ölung“, das als „Todesweihe“ oder „Sakrament der Sterbenden“ mehr gefürchtet als ersehnt und daher erst in der allergrößten Todesnot erbeten wurde. Doch das ist irreführend. Zum Glück hat man sich auf die ursprüngliche Bedeutung besonnen:

Die Krankensalbung ist Lebenshilfe bei schwerer Erkrankung. Sie kann deshalb auch mehrfach gespendet werden – und das nicht nur in akuter Lebensgefahr! Zum Beispiel kann sie vor einer schweren Operation die Lebenshoffnung stärken und das Vertrauen in Gottes Beistand festigen.

Meist wird diese Salbung mit der Krankenkommunion verbunden. Aber auch ohne vorherige Salbung können Sie zuhause kommunizieren. Für den Fall, dass Sie länger bettlägerig sind oder aus anderen Gründen, zum Beispiel wegen psychischer Probleme, nicht an den Eucharistiefeiern der Gemeinde teilnehmen können, bringen die Seelsorger gern die Krankenkommunion zu Ihnen.

Der Weg zum Sakramentenempfang:

Ein Anruf im Pfarrbüro genügt. Die Seelsorger werden mit Ihnen oder Ihren Angehörigen einen günstigen Termin vereinbaren. Krankensalbungen nimmt Pfarrer vor, Krankenkommunion bringt sowohl der Pfarrer als auch Diakon. Wer regelmäßig vor den Hochfesten Weihnachten und Ostern Krankenkommunion empfangen möchte, dessen Name und Telefonnummer wird von den Pfarrsekretärinnen auf einer Liste notiert. Die Seelsorger setzen sich dann automatisch ein paar Tage vor dem Fest mit Ihnen bzw. Ihren Angehörigen in Verbindung.

Das brauchen Sie:

Eigentlich brauchen Sie überhaupt nichts vorzubereiten, denn das Wesentliche bringen die Seelsorger mit. Sinnvoll, aber keineswegs unbedingt notwendig ist es, wenn im Krankenzimmer eine Kerze brennt und Weihwasser vorhanden ist. Gerne können Angehörige mit dabei sein. Das gemeinsame Beten tut nicht nur dem Kranken gut.