Sterbefall

Ein lieber Angehöriger ist verstorben?
Wenn der Tod überraschend eintritt, sind Angehörige oft wie gelähmt. Zum großen Schmerz über den Verlust des lieben Menschen kommt die Sorge, mit der Regelung der Beerdigung überfordert zu sein oder Wichtiges zu vergessen. Doch auch wenn ein längerer Sterbeprozess vorausgegangen ist, kann der Schock groß sein.
Keine Angst! Gerade jetzt müssen Sie nicht selber an alles denken. Menschen mit viel Erfahrung und Einfühlungsvermögen werden Ihnen zur Seite stehen. Vor allem dürfen Sie sicher sein, dass Sie nicht allein sind. Ihre Kirche ist auch mit dabei. In der Gemeinschaft der Kirche sind alle Mitglieder, die Lebenden und die Toten miteinander verbunden.

Wenn ein Christ stirbt, dann tritt er nicht aus der Gemeinschaft der Glaubenden heraus. Er bleibt Glied der Kirche und wird über den Tod hinaus zu Jesus Christus, dem Auferstandenen durch die Liebe seiner Schwestern und Brüder getragen. Darum geht es bei der kirchlichen Beerdigung. Wir feiern dabei unsere Verbundenheit mit dem Verstorbenen in Christus, der für uns am Kreuz gestorben und auferstanden ist. In der Erfahrung des Todes spüren wir den Gott des Karfreitags, der mit uns das Leiden und den Tod erlitten hat. Aber auch darüber hinaus den Gott des Ostermorgens, der uns in der Dunkelheit die Morgenröte aufscheinen lässt, und uns aus dem Tod ein neues ewiges Leben schenken wird. Vertrauend auf diesen Gott dürfen wir sicher sein, dass der Tod uns von unserem lieben Verstorbenen nicht trennen kann und, dass wir durch die Liebe Gottes mit ihm über den Tod hinaus verbunden bleiben.

Der Weg zur Bestattung:

Wenn ein Mensch gestorben ist, muss immer ein Arzt (in der Regel der Hausarzt) den Tod feststellen und bescheinigen (bei Tod im Krankenhaus geschieht dies automatisch). Wenn der Leichnam noch einige Zeit zuhause im Bett bleiben kann, ist es ein schönes Zeichen christlicher Hoffnung, wenn Sie eine brennende Kerze und – falls vorhanden – auch ein Kreuz zu ihm stellen und ein einfaches Gebet in der Stille sprechen. Haben Sie keine Scheu, den Leichnam zu berühren. Das so genannte „Leichengift“ gibt es nicht. Lassen Sie sich Zeit beim Verabschieden. Nehmen Sie Kontakt mit dem Bestattungsunternehmen. Es nimmt Ihnen viele organisatorische Dinge ab. Es gibt auch die Information an das Pfarramt und die Friedhofsverwaltung weiter. Einer der Seelsorger wird sich mit Ihnen in Verbindung setzen. Sie können dabei mit ihm über die gewünschte Trauerfeier sprechen.

In der Pfarrei Hl. Familie wird immer am darauf folgenden Samstag um 17.30 Uhr der Sterberosenkranz für die Verstorbenen der vergangenen Woche gebetet. Anschließend gedenkt auch die Gemeinde ihrer in der Heilige Messe. Sie sind herzlich dazu eingeladen.

Das brauchen Sie:

Für das Gespräch mit dem Bestattungsunternehmen (bei Ihnen zuhause oder in der Geschäftsstelle, ganz wie Sie wollen) auf alle Fälle den Totenschein. Gut ist es, bereits ein Foto für das Sterbebildchen ausgewählt zu haben.

Für das Trauergespräch mit dem Seelsorger nach Möglichkeit einen kleinen Lebenslauf des / der Verstorbenen, aus dem persönliche Stärken, Vorlieben, Hobbys usw. hervorgehen. Das vereinfacht die Planung des Gottesdienstes und die Auswahl passender Texte und Gebete. Wenn Sie allerdings noch gar keinen klaren Gedanken fassen und erst recht nicht zu Papier bringen können, macht das auch nichts.

Bitte haben Sie keine Scheu, einen Seelsorger um Hilfe zu bitten, wenn Ihre Trauer zu groß ist und Sie sich mit allem überfordert fühlen. Rufen Sie einfach im Pfarrbüro an oder bitten Sie eine Ihnen nahe stehende Person, einen Seelsorger zu informieren! Nützen Sie auch den Anrufbeantworter.